Cubot Note S: Mittelklasse zum absoluten LowEnd Preis

Kurzbericht

Positiv

  • PREIS !!!
  • Hersteller Firmware Updates und Versionssprünge werden bereitgestellt
  • Großer Display Betrachungswinkel
  • Gute Toucherkennung
  • Keine übermäßige Bloatware
  • Akkupower
  • Stabilität und Geschwindigkeit

Neutral

  • Telefonfunktionen sind wie zu erwarten.
  • Datenraten (wird angeboten ohne LTE) und Konnektivität.
  • Android Funktionen sind wie zu erwarten.

Negativ

  • Lautsprecher schon bei geringer Lautstärke sehr schlecht. Weniger für Freisprechen oder Musik geeignet.
  • Die Kamera ist keine 8MP, sondern real 5MP und das ist fern allem, was toll ist.

https://www.youtube.com/watch?v=FNmtHgyW8wI

Ausführlicher Bericht

2016 hatte die Firma Cubot angefangen u.a. mit dem Note S, absolut günstige Smartphones mit überragender Qualität auf den Markt zu bringen. Wo die bekannten Marken sich die USA oder Europa für die ersten verfügbaren Module aussuchen, hat Cubot das in Afrika gemacht.

Das für mich überraschende war zuerst, dass auf dem Note S NICHT Android 5.1 läuft, sondern Android 6! Da grade bei Android die Update Politik auch bei den großen Anbietern mehr als zu wünschen übrig lässt und man selten einen Versionssprung der Firmware bekommt, habe ich (auch nachdem ich mich im Netz weiter zu dem Handy informiert habe) erfahren, dass Cubot regelmäßig updates verteilt. Diese lassen sich bequem OTA (OverTheAir) oder als Datei installieren.

Wie jedem Computer oder Smartphone liegt natürlich auch diesem Gerät keine „Bedienungsanleitung“ bei. Aber man liest solche „Beschwerden“ komischerweise ab und zu.

Das Unboxing der zeitlosen weißen Box bringt ein MicroUSB und ein Ladeadapter zum Vorschein. Das Smartphone selbst kommt sogar in einem klaren TPU Case (da muss man bei iPhone schon 6Euro zusätzlich für hinlegen) und hat eine Displayschutzfolie drauf. Die Folie soll drauf bleiben und ich keine reiner Transportschutz!

Als erstes sollte man den rückseitigen Deckel abnehmen. Dafür gibt es in der einen unteren Ecke eine Freimachung. Es geht zwar auch vom USB Port an, aber unten ist einfacher. Zum Vorschein kommt der riesige Akku, welcher mit einem Klebchen gegen entladen gesichert ist. Dieser muss natürlich ab.

Zusätzlich sind hinten 2 Slots für jeweils Micro-SIM und die SD Karte. Leider bekommt man die SD Karte nur mit entfernen des Akku gescheit raus, so dass sich diese nicht als Wechselmedium eignet. Daher dazu später noch ein Tipp.

Das Display ist sehr gut ablesbar, auch bei Sonnenschein. Zusätzlich verfügt es über einen sehr große Seitenablesbarkeit. Man kann noch auch sehr spitzem Winkel alles sehr gut erkennen.

Die Toucherkennung geht bis in jede Ecke und Bildschirmrand sehr genau. Es werden max. 5 Finger erkannt. Ein umlaufender schwarzer Rand von ca. 3mm bleibt.

YouTube wird max. als 720p wiedergegeben. Die sind aber schön scharf und mit einem sehr guten Kontrastverhältnis. Seite an Seite mit dem iPhone 6s (ohne Plus), welches 1440p bei YouTube wiedergibt und aufgrund seines viel kleineren Displays ja eine noch höhere Pixeldichte haben sollte, fällt es mir schwer einen effektiven Unterschied zu erkennen.

Die 3 seitlich vorhanden Hardware Knöpfe für Lautstärke und Power klappern nicht und haben einen sehr angenehmen Druckpunkt. Wirken also alles andere als billig.

Die Akkuleistung ist bemerkenswert. Am ersten Tag mit dem Handy musste ich ja gleich wissen, was es alles kann und man spielt viel mit rum. Macht alle Downloads, installiert alle Apps, habe 3 Benchmark Programme laufen lassen. Alles nur auf Akku und selbst am 2ten Tag, macht man ja noch überdurchschnittlich viel, mit seinem neuen Handy. Erst am 4ten Tag musste ich wieder laden!

Besagtes iPhone muss jede Nacht ans Netz!

Der Lautsprecher, den man ja doch mal zum Freisprechen oder Musikhören nutzt, ist leider auf der Rückseite. Wenn man das Telefon auf den Tisch legt, geht eine Menge Lautstärke verloren. Zusätzlich ist er schon von sich aus nicht von toller Qualität und knarzt schon bei geringer Lautstärke.

Das zweite große Manko sind die eingebauten Kameras. Grade die Hauptkamera, welche mit 8MP beworben wird, hat nur reale 5MP. Die anderen werden interpoliert. Das führt zu matschigen Bildern ohne viel Details. Im Innenraum kann man spielende Kinder schon überhaupt nicht fotografieren. Weil hier zusätzlich Bewegungsunschärfe und nicht passende Verschlussgeschwindigkeit dann zu unbrauchbaren Fotos führt.

Fazit:

Als erstes Smartphone für Kinder kann man hier gar nichts falsch machen. Grade bei dem Preis, muss man dann nicht gleich einen neuen Kredit aufnehmen, wenn es runter fällt oder verloren geht.

Aber auch für alle anderen ist dieses Handy vol zu empfehlen, solange nicht die primäre Anforderung das Digitale Fotografieren ist, was meiner Meinung nach nie was auf dem Smartphone zu suchen hat.

Kaufempfehlung für um die 90 Euro u.a. auf Amazonhttp://amzn.to/2rsDlOs

Der versprochene Tipp: Der Micro USB Port ist ein OnTheGo Port. Das heißt mit einem 5 Euro OTG Kabel kann man auch an diesen einen USB Stick oder andere externe Speichermedien anschließen.